Lieb haben

Kam ich neulich mit einem Handwerker ins Gespräch. Ich: „Verrückte Zeit – dieses Virus! Alles ist anders. Aber es muss doch auch einen Sinn haben! Was könnten wir denn aus diesen Monaten mitnehmen?“

Er: „Nun ja, wir waren uns doch alle einig: In der Zeit vorher war es nicht mehr schön, der Druck in der Firma wurde immer mehr, die Sorgen wuchsen, das Hamsterrad drehte immer schneller. Und jetzt stell ich in diesen Wochen verwundert fest: Es darf alles auch ein bisschen langsamer sein, da gibt’s mehr Zeit für die Kinder und für den Partner, man hört die Vögel wieder, eine Tasse Cappuccino auf dem Balkon wird wertvoll, und wir staunen über ein vereinzeltes Flugzeug am Himmel. Das Leben ist einfacher geworden und menschlicher – zumindest das könnte so bleiben.“

Ich: „Ja, in gewisser Weise kommen wir tatsächlich zur Besinnung. Schön zu entdecken, was wir alles nicht brauchen – und was wirklich wichtig ist. Wir schätzen wieder Menschen und Dinge, die wir haben. Wir begegnen unserer Vergangenheit auf dem Ollern, den wir schon immer mal aufräumen wollten. Wir spielen wieder und haben einfach Zeit. Uns berühren Menschen, die für andere da sind und die die wichtigen Dinge am Laufen halten, und wir versuchen auch, solche Menschen zu werden.“

Und dann ging das so weiter. Das war kein Tralala-Gespräch, so kurz es war.

Und mir fällt auf: Hier kamen Wahrheiten auf den Tisch. Steht schon in der Bibel:

In einer Krise fällt vieles zusammen wie eine Sandburg bei auflaufendem Wasser. Wir werden ehrlich. Wir fragen nach dem, was uns trägt und Kraft gibt. Sowas wie Sinn des Lebens und der Wert der Zeit, grad auch der gemeinsamen, rücken nach vorne. Und immer in einer Krise geht der Blick auch zum Himmel. Der antwortet auf ehrliche Fragen und Bitten. Wir hören, dass der unsichtbare Gott grad in einer Krise auf unser volles Vertrauen wartet. Wenn wir das wagen, segnet er, wo wir jetzt noch nichts sehen. Jesus Christus hat das bis ins Tiefste durchlebt und bringt uns mit vielen Geschichten und Beispielen diesen uralten und grundwahren Satz nahe: „Du sollst deinen Gott von Herzen lieb haben und deinen Nächsten auch wie auch dich selbst.“ Das ist ein Lebensprogramm – und wer danach lebt, wird reichlich gesegnet und gibt selber gern und reichlich weiter. Ob Krise oder nicht.

Welches Lebensfundament hast Du?

Mit allen guten Wünschen

Dein Pastor

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   





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