Was, wann, wo ?

„Vor der Tür rumort der Alltag, doch hier drin ist's mir egal!
Ich tauch' ein ins Meer der Ruhe und versink darin total.“

Ja, so wie in den ersten Liedzeilen von Christoph Zehendner und Hans Werner Scharnowski ging es den Besuchern am Samstag und Sonntag in der Lichterkirche. Die besondere Atmosphäre in der Evangelischen Kirche bot ein Kontrastprogramm zu dem emsigen Treiben auf dem Marktplatz. Einfühlsam gelesene Texte, ausdrucksvolle Fotografien, passende Musikeinspielungen und eine gelungene Lichtinstallation führten zur inneren Ruhe und ließen abschalten vom normal hektischen Alltag. Viele Besucher des Mondscheinmarktes ließen sich von dem durch Laternenhäuschen beleuchteten Weg zur Kirche neugierig machen und nutzten die Gelegenheit für einen Abstecher. Einige haben nur mal kurz rein geschaut, manche sogar mehrmals; aber es gab auch welche, die tatsächlich ein bis eineinhalb Stunden da gesessen haben und sich quasi nicht trennen konnten. Alle waren sich einig: Das war richtig schön!

Das Bedürfnis nach Einkehr, Stille, nach guten, Mut machenden Worten und die Sehnsucht nach persönlichem heil Sein werden in unserer umtriebigen Zeit immer größer.

In der Guten-Abend-Kirche am Sonntagabend konnte man die Antwort auf die drängenden Fragen des Lebens finden.

- Die Geschichte der Frau am Brunnen mit Jesus, in die heutige Zeit übertragen, verdeutlichte zum einen die Sehnsüchte der Menschen aber auch Gottes liebevolle Zuwendung.

- Eine weitere Geschichte zeigte, dass es möglich ist, direkt in der  Oase zu verhungern und zu verdursten, wenn wir das lebensrettende Angebot von Gottes Zuwendung nicht für real halten.

Das Gefühl „Durst“ kennt wohl jeder. Ohne Wasser kein Leben, Wüste ist nicht mehr als Staub und Stein bis die ersten Regentropfen fallen und alles plötzlich zum Leben erwacht.

Manchmal erleben wir selbst Wüstenzeiten, fühlen uns leer und ausgebrannt, innerlich zerbrochen und verletzt. Dann gilt uns Gottes Angebot, der versprochen hat, alles neu zu machen, und der spricht:

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst."

            Offb. 21,6

Mit der vertonten Jahreslosung 2018 sang der Laudate-Chor die Zusage zum Ende des Gottesdienstes jedem Besucher als Gewissheit ins Ohr und ins Herz: „Ich mache alles neu“