Besonderes . . .

Schneewittchen, Rumpelstilzchen und Co:

Ein märchenhaftes Wochenende in der Abtei Königsmünster Meschede

Der Froschkönig, Schneewittchen und Rumpelstilzchen – Die berühmten Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm haben schon Generationen von Kindern begleitet und lassen auch so manches Erwachsenen-Herz immer noch höher schlagen. Doch was haben diese Geschichten eigentlich mit der Bibel und unserem Glauben zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt! Das konnten wir, elf Teilnehmer aus Hilchenbach, bei einem besinnlichen aber auch spannenden Wochenende erfahren, das der CVJM organisiert hatte.    

Drei märchenhafte Tage verbrachten wir Anfang Februar im Gästehaus „Oase“ der Abtei Königsmünster Meschede. Dort wurden wir von Bruder Benedikt, der zusammen mit 48 anderen Mönchen im Kloster lebt, in Empfang genommen. Gemeinsam machten wir uns auf Entdeckungstour durch die Welt der Märchen und erforschten die eigentlich allseits bekannten Symbole nochmal ganz neu:

Zum Beispiel den Apfel, der sowohl bei Schneewitchen, als auch bei Adam und Eva als Symbol für Tod und Leben steht.

Oder sprechende und helfende Tiere, die uns sowohl im Märchen als auch in der Bibel begegnen.

Aus den verschiedenen Symbolen entstand über das Wochenende ein ganz besonderes „Kunstwerk“ (siehe Foto), auf dem sich jeder von uns mit seinen persönlichen Gedanken zum Thema „Herz“, „Schlüssel“, oder auch „die Nuss, die ich aktuell knacken muss“, verewigen konnte.

Neben den Gruppenstunden gab es immer wieder auch Zeit zur Stille im Meditationsraum des Klosters. Besonders beeindruckend war es für uns, bei einer Vesper dabei zu sein. Am 2. Februar feierten die Brüder „Mariä Lichtmess“, auch die „Darstellung des Herrn“ genannt. Gemeinsam mit den Mönchen zogen wir im Kerzenlicht in die Abteikirche ein und konnten dort einen feierlichen Gottesdienst miterleben. Wir hatten eine schöne gemeinsame Zeit und nehmen mit: Es lohnt sich, – auch für Jugendliche und Erwachsene – immer mal wieder ein Märchenbuch aufzuschlagen und die traditionsreichen Geschichten nochmal ganz neu und vielleicht auch ganz anders zu entdecken.

Jana Schröder