Die Gemeinde

13 Jahre lang hat Matthias Lagemann den Gemeindebrief gestaltet – und die schwierige Aufgabe gehabt, die Nachrichten zeitgerecht einzusammeln. Auch an dieser Stelle möchten wir ihm von Herzen danken für die vielen Jahre treuer und verlässlicher ehrenamtlicher Arbeit! Dank für die vielen Stunden Mühe, die da zusammengekommen sind. Um die 50 Gemeindebriefe müssten das in diesem Zeitraum gewesen sein, ein schöner Stapel. Vielen Dank!

Zur Pensionierung von Elke Kern,
Leiterin des Kindergartens ARCHE in Allenbach

 

Leiterin eines Kindergartens zu sein, ist kein Job, es ist ein Zustand. Dieser Eindruck hat sich mir immer wieder bestätigt. Du fühlst dich einfach verantwortlich fürs Ganze. Du verbringst einen ordentlichen Teil deiner Lebenszeit in dieser Einrichtung, so dass der Pastor schon mal sagt: Soll ich Dir einen Schlafsack spendieren? Und es ist nicht nur die Zeit, es ist auch die Menge der Gedanken und die Menge der Gefühle, die ein Kindergarten bei seiner Leiterin bindet. Der Erfolg des Kindergartens ist dein Erfolg, gibt es Ärger oder Streit, ist es zuerst immer auch deiner. Ein Stück Einsamkeit gehört dazu, du bist wohl Teil eines Teams, aber im Fall eines Falles dann doch wieder nicht, denn du bist die Leitung. Du musst ständig lernen: neue Kindergartengesetze, den Umgang mit einem anderen Träger, die Eltern, die so anders sind als früher, und dieses Ding da im Büro – Computer genannt – manchmal eine echte Zumutung! Was du gut kannst, musst du tun – das andere aber auch. Ist nicht so einfach, jemand anderen das machen zu lassen, du bist ja doch verantwortlich. 

So ging es Elke Kern. In schwerer Zeit übernahm sie vor 18 Jahren die Leitung der Einrichtung. Was in diesen 18 Jahren alles geschah, wird sie im Ruhestand in drei Büchern aufschreiben. Da wird drinstehen, dass sie sich als führungsbereite und erfahrene Pädagogin ans Ruder der ARCHE gestellt, die Richtung angegeben, das Gaspedal gut betätigt und das Schiff in ruhige, aber auch vorwärts drängende Wasser gelenkt hat – immer mit dem Blick auf die Kinder und auf das, was sie wirklich brauchen. Viele Visionen und neue Ideen verfolgte sie, knüpfte ein Netzwerk von Menschen, die der ARCHE zugetan waren und immer noch sind, dachte auch pädagogisch in die Zukunft und war damit ein Bindeglied von alter zu neuer Zeit, alles schon mal ziemlich anstrengend.

Unmöglich, die drei Bände, die sie im Ruhestand schreiben wird, hier auch nur im Ansatz vorwegzunehmen. Was aber zu sagen ist: Neben all ihrer unermüdliche fachlichen und menschlichen Tätigkeit – sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und den Blick zum Himmel. Als Persönlichkeit werden sich ihre Spuren in den Kindern, Mitarbeiterinnen und Eltern (und auch beim Pastor) bewahren. Für allen Segen, der durch ihren Einsatz zu den Menschen und zur Gemeinde floss, sind wir bleibend dankbar.

Auch wenn wir uns Elke Kern für sich und ohne Kindergarten wirklich nicht vorstellen können. Aber es sollen ja Pläne in der Schublade liegen...   Auch auf denen wie auf allen kommenden Tagen wünschen wir Elke Kern den Beistand und die Kraft des Höchsten!

Im Namen des Presbyteriums:
Herbert Scheckel