Ökumene

Rückblick Taize-Gottesdienst

Am Montag, dem 3. Juni, abends um 21:00 Uhr fand in Hilchenbach zu ungewohnter Zeit eine ungewohnte Art des Gottesdienstes statt: Ein Taizé-Singen, und zwar gemeinsam mit unseren katholischen Geschwistern.

Der Begriff „Taizé“ gilt als Symbol der ökumenischen Bewegung und ist benannt nach einem kleinen Ort in Ostfrankreich. Hier ist der Sitz einer geistlichen Gemeinschaft, die zum Treffpunkt für Jugendliche aus der ganzen Welt wurde. Gegründet wurde sie 1949 von dem Protestanten Roger Schutz. Wesentliche Elemente der Taizé-Gottesdienste sind das Singen von besonderen Liedern und Hören auf meditative Texte, unterstützt durch eine warme Licht- und Farbgestaltung. „Mit Gesängen beten“ ist eine Form der Suche nach Gott. Kurze, stets wiederholte Gesänge schaffen eine besondere Atmosphäre. Der oftmals wiederholte, aus wenigen Wörtern bestehende und schnell erfasste Grundgedanke der Lieder prägt sich allmählich tief ein. Auf diese Weise macht meditatives Singen bereit, auf Gott zu hören.

Und so war der Altarraum unserer Kirche liebevoll mit vielen Tüchern und Kerzen dekoriert. Angeleitet wurde das Singen der Taizé-Lieder durch den Chor „ConBrio“ unter Leitung von Mauricio Quaremba. Die zahlreichen Besucher stimmten gerne ein in die schönen Lieder - manche bekannt, manche nicht, aber immer leicht eingängig.

Die Veranstaltung war seitens der katholischen Gemeinde eingebettet in deren „Woche der Achtsamkeit“. Und so ging es in den Wortbeiträgen um Achtsamkeit gegenüber Gott, den Menschen und sich selbst. Beim gemeinsamen Singen, Hören und Beten in unserer stimmungsvoll geschmückten Kirche ließ sich deutlich spüren, dass wir evangelischen und katholischen Christen zusammen gehören.  Zum Abschluss lud ein kleiner Imbiss alle ein, noch etwas zusammen zu bleiben.

Es war ein besonderer und wohltuender Abend. Vielleicht gibt es ja ein „nächstes Mal“?

Freuen würde sich … Marion Wabner