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Missionsarbeit

YMCA - Ghana - Besuch aus Mampong zu Gast beim CVJM Hilchenbach

Nun ist der Besuch von Michael Tetteh Anguah aus Mampong Akuapim schon wieder vorbei. Vierzehn Tage kurz begleitete er uns und lernte hier Land und Leute kennen. Dort arbeitet er schon lange mit in der Jugendarbeit des YMCA und im Vorstand als Schatzmeister. Eigentlich sollte er begleitet werden von Samuel Nketiah aus Akim - Oda. Aufgrund der angespannten politischen Flüchtlingsproblematik hier wollte ihm die deutsche Botschaft in Ghana leider kein Visum erteilen, er musste traurigen Herzens in Ghana bleiben.

„Gelandet auf einem anderen Planeten“, so beschrieb und erklärte er oft die Unterschiede zwischen Deutschland und Ghana: Der so sehr geordnete Verkehr auf „menschenleeren“ Straßen, keine hupenden Autos, keine Hähne, die frühmorgens wecken, die gut erhaltenen und doch modern technisierten alten Häuser, das Klima und die damit verbundene Kühle des nahenden Herbstes, das Unfassbare, dass es abends selbst um 20.00 Uhr noch immer nicht dunkel ist!

Der erste Tag für Michael hier fiel auf einen Sonntag, Wahlsonntag! Vor dem Gottesdienst gingen wir zum Urnengang: ihn interessierten Wahlvorgang und das spätere Auszählen. Zum Gottesdienst in der gut besuchten Kirche wurde er „eigens“ vom Superintendenten begrüßt, das Blechbläser Ensemble der Philharmonie begeisterte ihn, auch während des Gottesdienstes konnte er sich gut zurechtfinden, wenngleich ein ghanaisch presbyterianischer Gottesdienst völlig anders gestaltet ist. Abends konnte er tatsächlich als erster internationaler Gast den neugewählten Bürgermeister im Hilchenbacher Rathaus beglückwünschen. Ein ereignisreicher erster Tag!

Einiges mehr folgte, was Michael wiederum annehmen ließ, er sei auf einem anderen Planeten. Die Wuppertaler Schwebebahn mit ihrer alten, nicht überalterten (!) Technik; der Besuch des CVJM Westbundes; die Kälte von -3°C in der Bottroper Skihalle - die fühlte sich an, als ob sie sich durch die Hose bis auf die Knochen fressen würde; die Flora und Fauna der weiteren und näheren Umgebung; das Wunderwerk „Attahöhle“; Köln mit Dom, CVJM Gruppenbesuche, Begrüßung im Rathaus, Waffelbackaktion während der Hilchenbacher Herbstkirmes (der Erlös natürlich bestimmt für die Projekte in den beiden Vereinen) und vieles mehr.

Kein Wunder, dass die Koffer packen mit vielen Versuchen verbunden war, das vorgegebene Gewicht nicht zu überschreiten. Und dann  Abschied nehmen, um am Ende des Tages  die Nachricht zu geben: „Ich bin gelandet, wieder auf meinem Planeten!“

Gespräche und Begegnungen aber waren so wichtigt: Es ist gut, aufeinander zu hören, in der Verschiedenheit die Gemeinsamkeiten zu erkennen und zu erfahren, dass es viele verschiedene, gute Wege gibt hier und dort gleichartige Probleme zu lösen. Nun schon auf einem 28-jährigen, gemeinsamen Wege der Partnerschaft.

That they all will be one! Auf dass sie alle eins seien!

Eberhard und Anette Stähler