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Informationen

Reformationsfeierabend – ein Rückblick

Im Jubiläumsjahr der Reformation hat sich auch unsere Gemeinde vieles einfallen lassen. So fanden sich am Abend des Reformationstages viele Menschen in der Hilchenbacher Kirche zu einem gemeinsamen vierstündigen Feiertags–Feierabend ein.

Nach der synchronen Einläutung der Veranstaltung durch die Glocken von St.Vitus und der Ev. Stadtkirche stimmte Jens Schreiber die Feiernden mit einer Fantasie über „Ein feste Burg ist unser Gott“ an der Orgel ein, woraufhin die Gemeinde dieses Lied gemeinsam sang.

Nach Begrüßung und Einführung durch Pastor Herbert Scheckel stellten sich die ökumenischen Arbeitszweige der drei Gemeinden – die katholische und die beiden evangelischen im Stadtgebiet – vor (Organisator: Karl–Josef Rump), gefolgt vom Hinweis auf die außerordentliche Bibel–Ausstellung in der Kirche durch Stadtarchivar Reinhard Gämlich, der viele Exponate aus der Wilhelmsburg mitgebracht hatte, und von Roger Heinrich, der etwas modernere Bücher zum Ansehen und Kauf vorhielt („Hier stehe ich, es war ganz anders...“).

Wie schon deutlich wird, lag ein Schwerpunkt des Abends auf dem Gemeinsamen, dem evangelisch–katholischen Glauben und Handeln. Er befand sich damit auf der Zukunfts–Wunschlinie der katholischen und evangelischen Kirchenleitungen, auf verschiedenen Ebenen doch bitte zusammenzurücken und in diesen modernen Zeiten gemeinsam Christen zu sein.

Nun wurde es musikalisch und historisch: Die jungen Lieder des Con–brio–Chores der katholischen Gemeinde (Leitung: Maurizio Quaremba) begeisterten und betteten einen immer anspruchsvoller werdenden Dialog–Vortrag von Dr. Erwin Isenberg und Pastor Friedhelm Rüsche über die katholische Sicht von Martin Luther, der Reformation und ihren Wirkungen ein. Gut, wer an dieser Stelle alle Sinne beisammen hatte, denn die brauchte man auch. Deutlich wurde,  das Verhältnis von evangelisch und katholisch war nicht immer so gewinnbringend und unkompliziert wie in den Jahren, die wir in Hilchenbach gegenwärtig erleben.

In der Mitte des Abends bestand Gelegenheit, Feierabend zu machen, einfach nur da zu sitzen oder miteinander zu reden (so viele Begegnungen!), die Ausstellungen zu bestaunen (was für dicke und schwere Bibeln...) und zu essen und zu trinken. (Das war ein Highlight des Abends!!). Noch einmal sehr herzlichen Dank für das gemeinsam zusammengetragene reichhaltige Abendbrot. Für diesen Teil des Abends war die Kirche eindeutig zu klein.

Es schloss sich die Reformations–Worship–Night an: junge Band, Anbetungslieder, Mitsingen über Leinwandbilder, abwechselnd mit Schlaglichtern aus der Reformationszeit und heute, endend mit der dringenden Werbung für das gemeinsame Glauben und Handeln in unserem immer weltlicher werdenden Land. Ein großer Dank an die Musiker, die nach einer anstrengenden Bibelwoche voller Kinder auch in dieser Nacht noch alle Kräfte zusammengenommen haben!

Nach Schluss der Veranstaltung waren sich alle einig, dass die Idee zu solch einem Event richtig gut war und dass es durchaus auch noch einiges zu verbessern gäbe. Nun ja – das Gottesvolk ist immer unterwegs und hört nicht auf zu lernen – das Ganze aber am besten gemeinsam, nämlich ökumenisch.

Herbert Scheckel