Das Presbyterium informiert

Die Kirchengemeinde Hilchenbach
                          -  „Alles verändert sich!?“

Die Kirchengemeinde Hilchenbach ist eine an Traditionen reiche Gemeinde. An Traditionen hält man immer gerne fest. Aber in der gegenwärtigen Zeit verändert sich so vieles, dass einem schon mal schwindelig werden kann.

Nachdem die Gemeinde lange Jahre drei Pfarrstellen haben konnte, ist vor 10 Jahren mit dem Weggang von Pfarrer Haertel in Dahlbruch sowohl bei uns als auch in der Gemeinde Müsen eine halbe Pfarr–Stelle weggefallen – damit wurde den sinkenden Gemeindegliederzahlen Rechnung getragen. Eine ganze Stelle verlieren wir mit der Pensionierung von Pfr. Schnurr, eine halbe Stelle erhalten wir mit der Rückkehr von Pfr. Uebach aus Dahlbruch nach Hilchenbach – damit gibt es bei uns im pastoralen Bereich eine Person weniger. Auch das wegen weiterhin sinkender Gemeindegliederzahl*, nach der sich die Zuweisung der Kirchensteuern und die Zahl der Pfarrstellen richten. Erschwerend kommt dazu, dass fast überall der Kirche die Fachkräfte fehlen, es wollen einfach zu wenige junge Menschen Pfarrer werden.

Mit der angegebenen Gemeindegliederzahl hat unsere Gemeinde 2 volle Pfarrstellen und ist im Vergleich mit anderen Gemeinden noch ganz gut aufgestellt. Die Inhaber der Pfarrstellen (Pfr. Uebach und beide Scheckels jeweils zur Hälfte) müssen gemeinsam mit dem Presbyterium Lösungen finden, wie die pastorale Arbeit gerecht verteilt wird und auch zu leisten ist. In diesem Zusammenhang sind 3 Beschlüsse gefasst worden:

Beschluss 1: Die neuen Katechumenen aus dem Herbst letzten Jahres kommen aus nur noch zwei Bezirken unserer Gemeinde, grob gesagt: Nord– und Südbezirk.

Das ging geräuschlos und akzeptiert über die Bühne. Die Gruppen laufen gut!

Zwei Pfarrstellen bedeuten zwei Bezirke. Hier sind wir auf einen Nord– und einen Südbezirk zugegangen – den Älteren unter uns wird das bekannt vorkommen.

Beschluss 2:

Pfr. Uebach wird seinen alten Ostbezirk (Hadem, Helberhausen, Oberndorf), die  nördlichen Teile von Hilchenbach-Mitte einschließlich Siedlung und Lützel betreuen.

Pfr. Herbert Scheckel wir wie bisher Allenbach und Haarhausen betreuen. Ihm werden von Hilchenbach-Mitte die folgenden Straßen aus dem ehemaligen Bezirk Mitte zugeschlagen:

Am Herrnberg,   Auf dem Einstuhl,  Bruchstraße, Dammstraße,
Fichtenweg, Friedrich-Ebert–Straße, Hindenburgstraße,
Im Rauhen Seifen, In der Erzebach, In der Herrenwiese,         Lärchenweg, Mühlenseifen, Mühlenweg, Ruinener Weg,
Tannenweg, Trift, Unterzeche, Zur Dörrhöhe    

Pfr’. Roswitha Scheckel wird wie bisher i.w. die südlichen Ortsteile Ruckersfeld, Oechelhausen, Grund und Vormwald betreuen.

Damit haben wir tatsächlich wieder eine Zwei–Bezirke–Gemeinde (Nord und Süd)  wie vor 1970. Wenn Sie wollen, sehen Sie sich das mal auf dem Stadtplan an.

Mit einer Person weniger kann auch nur weniger pastorale Arbeit geleistet werden. Bestimmte Dinge, die in der Gemeinde einfach geschehen, lassen sich nicht verringern, anderes schon: Die Gemeinde hat in den letzten Jahren ein überaus reiches Gottesdienstprogramm genießen können – ein Blick in die Mittelseiten vergangener Gemeindebriefe gibt Aufschluss darüber, besonders wenn man noch über den eigenen Bezirk hinaussieht. Wir werden die Zahl der Gottesdienste beschneiden müssen. Daher legen wir fest:

Beschluss 3:

In der Stadtkirche findet am Sonntag stets ein Gottesdienst statt.
Außer bei Gottesdiensten auf dem Markt etwa Allianz-, Kirmesgottesdienst.

Außerdem kann in besonderen Fällen ein Abendgottesdienst den am Morgen ersetzen. 

Im Stift findet an jedem 1., in Lützel an jedem 3. Sonntag Gottesdienst statt.
In den Ferien finden keine Gottesdienste im Stift statt.

Diese Festlegungen sind zunächst solche auf Probe! Darum bitten wir Sie, mögliche Änderungen kurzfristiger Art den Abkündigungen in den Gottesdiensten oder aus der Presse zu entnehmen. Unsere Internet-Seite kann ebenfalls zur Information herangezogen werden.
           >> www.kirche-hilchenbach.de <<

Schmerzhaft ist: Als erstes sind die Gottesdienste auf den Dörfern betroffen – Sondergottesdienste dort sollen jedoch nach Kräften erhalten bleiben.

Der Beschluss, dass die ganze Gemeinde zusammen kommt an einem Zentrum, hat somit eine naheliegende Ursache aber gewiss auch deutliche Folgen für unsere Gemeinde.

Darüber miteinander zu reden dient folgender Termin:

-   Gemeindeversammlung: Donnerstag, 5.Juli
    im Gemeindehaus Hilchenbach -An der Sang 2-

Es ist noch vieles zu bedenken und wir haben einen anspruchsvollen Weg vor uns. Bitte begleiten Sie diese neuen Entwicklungen mit gutem Rat, mit Solidarität und besonders mit Gebet!

Herbert Scheckel, Hans–Jürgen Uebach, Roswitha Scheckel,
Ihr Presbyterium