Bookmark and Share

   

Das Presbyterium informiert

Gemeindeversammlung
im Gemeindehaus An der Sang 2
am Montag, den 26.06.2017 um 19 Uhr


Vorläufige Tagesordnung

- Begrüßung und geistlicher Einstieg
- Benennung eines Versammlungsleiters
- Verlesen des Protokolls der letzten Gemeindeversammlung
   im November 2015
- Vorstellung der Überlegungen und Beschlüsse zur Gebäude- und 
   Gemeindekonzeption
             Neubauentwurf, Finanzierung, weiteres Verfahren,
             Stellungnahme des Architekten
- Aufteilung der Ev.-ref. Kirchengem. Hilchenb. ab Frühjahr 2018
- Zukünftige Gottesdienst-Landschaft
- Reformationsjubiläum 2017
             Bibelmarathon und Reformationstag
- Anregungen für das Presbyterium

Das Presbyterium hat in seiner Sitzung am 27.4.2017 im Lützeler Gemeindehaus einen Beschluss mit langfristiger Wirkung gefasst. Das hatte unterschiedliche Gründe:

Zum einen geht es um die Art der Haushaltsführung der Gemeinden (der westfälischen Kirchen und darüber hinaus) der EKD. Die neue Art der Haushaltsführung (Doppik) wird im kirchlichen Raum der EKD unter dem Begriff NKF (Neues kirchliches Finanzmanagement) gefasst. Die im kirchlichen Rahmen traditionelle Form der Haushaltsführung, Kameralistik genannt, soll also durch das NKF ersetzt werden.

Soweit zu den Begriffen.

Im Zusammenhang mit Immobilien hat das massive Auswirkungen. Damit der „Wertverlust“ der Immobilie über der Nutzungsdauer aufgefangen und die nötigen Investitionen gezahlt werden können, ist ein prozentualer Wert der Häuser (bezogen auf den Neuwert) als Rücklage zu führen. Nach den Vorstellungen des NKF beträgt der Prozentsatz 20%. Zum Glück hat das Kreiskirchenamt einen mittelfristigen Weg bis zur Erreichung dieser Höhe der Rücklagenbildung festgeschrieben, um so buchhalterisch eine kurzfristig eintretende Insolvenz insbesondere der Gemeinden mit vielen Immobilien zu vermeiden. (Z.Zt. sind etwa 4% des Wiederherstellungswertes in die Rücklage zu nehmen, der Prozentsatz wird laufend nach oben angepasst.)  Aber auf Dauer werden wir uns einen so großen Immobilienstand nicht leisten können, ohne dabei die eigentliche Aufgabe der Kirchengemeinde  auf ein finanzielles Minimum fahren zu müssen. Unsere Kirchengemeinde besitzt 8 Häuser, die ihr Eigentum sind (2 Allenb, 6 Hilchb, 1 Helberh.. Plus: mehrere unbebaute Grundstücke).

Haushälterisch bedeutet die Trennung von  Gebäuden nicht nur Verkaufserlös, vielmehr gleichzeitig auch eine Reduzierung der Rücklagen-Bildung - langfristig eine Freisetzung von Geldern für Gemeindearbeit im elementaren Sinn. Umgekehrt: Wenn wir konsequent auf dem Weg des Erhalts aller unserer Häuser setzen - dort werde ja schließlich die Gemeindearbeit i.d.R. getan - wird uns dies für den Kern unserer Arbeit erschreckend wenig finanziellen Rahmen lassen.

Schluss: Die Zeichen stehen auf Trennung von Häusern.

Zum anderen: Unter Beachtung der vorzuhaltenden, wirtschaftlich darstellbaren Gebäude muss die Gemeindearbeit zentralisiert werden.

Zusätzlich, präziser „vordringlich“ zwingt uns hierzu der chronische Mangel an theologischem Nachwuchs. Die Gemeindearbeit kann nicht mehr von den Pfarrern an allen Orten oder Bezirken getan werden. In der traditionelle Form von Bezirken zu denken und Gemeindearbeit zu planen geht nicht mehr. Die Anzahl von Theologen und Seelsorgern stimmt z.Zt. bei weitem nicht überein mit der Anzahl der vorhandenen Pfarrbezirke. Gleiche oder ähnliche Angebote können von der Gemeinde nur noch bei Zusammenlegung oder ohne Pfarrer mit ehrenamtlichen Kräften gelingen.

An dieser Stelle gibt es deutliche Anfragen aus der Gemeinde: Insbesondere von den Gemeindegliedern, die „ihr Haus opfern“, wird gefragt, wie die Mitgestaltung in Zukunft gestaltet werden kann. Jemand gab es so wieder:“ Wenn wir unser so geschätztes Haus abgeben müssen, dann wollen wir damit nicht gleichzeitig heimatlos werden. Wir möchten nicht als Gäste nach Hilchenbach, sondern als Mitarbeiter, als Mitgestalter dorthin kommen.“

Das ist ohne Zweifel eine große Herausforderung sowohl an die ehemaligen Gäste wie auch an die ehemaligen Bewohner am Zentrum, die neuerdings beide zu „Bewohnern“ und zu Gestaltern „Am Kirchplatz“ werden.

Gewiss gibt es viele Fragen und Bemerkungen zum Beschluss des Presbyteriums! Das Presbyterium hat deshalb einen zeitnahen Termin zur Information angesetzt:

Gemeindeversammlung am Montag, den 26.06.2017, 19 Uhr

So kann und soll Transparenz in die gewiss mutige Entscheidung des Leitungsgremiums unserer Gemeinde kommen.

Wir bitten Sie herzlich darum, bis zu diesem Zeitpunkt Geduld mit uns zu haben und vor allem Ihre Schlüsse erst nach dem Termin zu fällen.

Mit dem Wunsch auf eine über die Bezirksgrenzen hinweg gemeinsam zu beginnende Zukunft unserer Gemeinde sehen wir selbst gespannt und mit froher Neugier auf die Zeit vor uns und laden Sie herzlich zu Gleichem ein.

Für das Presbyterium,
Dr. Matthias Lagemann